Der Kristallplanet

Globale Netze, platonische Körper und die Musik der Erde

Von Bischof, Marco

Drachenverlag, 2008., 300 S. m. Abb., Broschur

ISBN: 978-3-927369-20-7

19,50 €

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Strukturiert sich unsere Erde entsprechend dem Verlauf unsichtbarer, globaler Gitternetze? Gibt es Knotenpunkte innerhalb dieses Netzwerks von besonderer geologischer und geomantischer Bedeutung? Schwingt unsere Erde als ein großer Kristall? Diese Fragen führten seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts im aufkommenden New Age zu einer Vielzahl von Theorien über erdumspannende Gittersysteme, in denen die geologischen Thesen russischer Forscher über eine geometrische Struktur der Erde mit Vorstellungen über Erdenergielinien, Forschungen zum Bermuda-Dreieck, zur Geometrie der Megalithkultur oder den Maßsystemen Ägyptens ein zunehmend undurchschaubares Amalgam bildeten.

Marco Bischof ist der Ideengeschichte dieser Vorstellungswelten sorgfältig nachgegangen. Neben vielen fragwürdigen Theorien fand er darin Spuren zu einer philosophisch, naturwissenschaftlich wie spirituell bedeutenden Denkrichtung unserer Kultur: der pythagoräisch-platonischen Tradition, in der Mathematik, Musik und Mystik eine Einheit bilden. Diese Spur führt bis zu den ältesten Kulturen, die in ihren Mythen den Kosmos als klingenden Körper besingen. Die Schöpfungsmythen vieler Weltkulturen verschlüsseln geometrisch-musikalisches Wissen, das oft mit astronomischen Zyklen in Beziehung gesetzt wird. Tatsächlich strukturiert die Geometrie der platonischen Körper unsere Welt, und zu allen Zeiten versuchten die Menschen, das harmonikale Weltmuster als gemeinsame transzendente Wirklichkeit von Mensch und Kosmos zu erfassen.
Marco Bischof verfolgt die Tradition der Harmonik von der Antike über das Mittelalter bis in die Neuzeit und widmet sich auch den modernen Forschungen in diesem Bereich wie dem Werk von Hans Kayser und seinen Schülern oder dem Musikwissenschaftler Ernest G. McClain, der die Harmonik des indischen Rigveda interpretiert. Ebenso geht er den von der Harmonik inspirierten modernen naturwissenschaftlichen Forschungen wie dem Global Scaling nach und zeigt auch, wie dieses Gedankengut in der Praxis Anwendung findet, beispielsweise durch die Architekten Buckminster Fuller oder Keith Critchlow.

»Der Kristallplanet« lädt dazu ein, über unser oft allzu materialistisches Bild von der Erde vor dem Hintergrund kosmischer Rhythmen und musikalischer Gesetzmäßigkeiten neu nachzudenken. Die umfangreichen Literaturangaben ermöglichen dem interessierten Leser, sich die angesprochenen Themengebiete selbständig in aller Tiefe zu erschließen.
Das Buch basiert auf 16 Artikelfolgen von Marco Bischof, die in gekürzter Form in der Zeitschrift Hagia Chora erschienen sind, und wird durch diverse Originalveröffentlichungen zitierter Autoren und viele Abbildungen ergänzt.

Aus dem Inhalt:
- Globale Gitternetze
- Geologische, geophysikalische und meteorologische Kraftzentren
- Geowissenschaftliche Anomalien
- Leylinien
- Radiästhetische Gitternetze
- Geologische Außenseiter-Theorien
- Das archaische Weltbild
- Geometrisches Wissen der Megalithkultur
- Die mysteriösen Bronze-Dodekaeder
- Wissenschaft des Mythos
- Weltseele und Weltgeist
- Das pythagoräische Weltbild
- Heilige Geometrie
- Harmonikale Gesetze
- Platonische Körper
- Musik und Kosmologie
- Harmonikale Architektur
- Konstruktions-Prinzipien der Natur
- Global Scaling



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