Der Antichrist

Fluch auf das Christentum

Von Nietzsche, Friedrich

RaBaKa-Publishing, 2008. 124 S., Kartoniert

ISBN: 978-3-940185-08-2

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Mitarbeiter: Mit Beitr. v. Andreas U. Sommer u. Thomas Jöchler.

Der wohl berühmteste und gleichzeitig unbestritten umstrittenste Philosoph Deutschlands legt mit "Der Antichrist" sein letztes Werk vor.
Sein kritischer Geist wirft auch heute noch, immerhin über einhundert Jahre nach seinem Tod, Fragen auf und leitet zu teilweise heftigen Diskussionen an. Für die Einen ist er "Der Antichrist", für die anderen ein überemotional überkritischer Geist, der in geistiger Umnachtung verstarb, wieder anderen liefert Nietzsche einen tiefen Einblick in eine Form selbst-, moral- und kulturübergreifender Kritik, die in ihrer Schönheit wohl immer noch ihresgleichen sucht.
Nietzsches "Der Antichrist" ist ein schwieriges Buch. Seine Schwester, Elisabeth Förster-Nietzsche, 'überarbeitete' es, verweichte Stellen und machte "Der Antichrist" für Hitler und sein Naziregime populär ein Umstand, der Nietzsche-Anhängern auch heute noch teilweise das Leben erschwert, da sie sich dem Vorwurf gegenüber sehen, faschistisches und vor allem arisch elitäres Gedankengut zu pflegen. Doch wer "Ecce Homo" gelesen hat und "Also sprach Zarathustra" zu genießen versteht, erkennt in Nietzsche einen Menschen, der gelernt hat, dass nur wer auf dem Berge lebt, den ganzen Überblick hat, auch über sich selbst. Insofern bieten Nietzsches Schriften nicht nur allgemeinphilosophische Ansätze, sondern auch Konzepte zur Selbsttranszendenz, was sie durchaus esoterisch anschlussfähig macht.

Die Kampfschrift Nietzsches in ihrer Originalfassung! Von den ihr durch Friedrich Nietzsches Schwester, Elisabeth Förster-Nietzsche, beigebrachten Entstellungen bereinigt und in vollständiger Ursprungsform wiederhergestellt. Eines der umstrittensten und wortgewaltigsten Werke deutscher Philosophie.
Zuerst mit Umwertung aller Werte untertitelt, ändert Nietzsche diesen Untertitel später in Flucht auf das Christentum um und schlüpft in die Rolle des Antichrist, damit seinem Anspruch, das Ende des Christentums einzuläuten, angemessenen Nachdruck verleihend.
Der Antichrist ist elitär. Das Buch gehört den Wenigsten, sagt Nietzsche selbst diese Behauptung trifft heute noch genauso wie 1888, als Nietzsche dieses Werk verfasste.

Nietzsche nennt das Christentum dekadent und zerfetzt es mit wahrem Furor. Seine Anklage lautet: Alles, was dem Christen rein, heilig, tugendhaft und gut erscheint, ist widernatürlich, lebensfeindlich und zerstörerisch.
Die vorliegende Ausgabe enthält auch Nietzsches Gesetz wider das Christentum und zusätzlich erläuternde Beiträge von Thomas Jöchler und Andreas Urs Sommer zu philologischen, philosophischen und historischen Hintergründen des Werks.

Friedrich Nietzsche (1844-1900) stammte aus einer evangelischen Pfarrersfamilie, besuchte die renommierte Landesschule in Pforta bei Naumburg, studierte in Bonn und Leipzig und wurde mit 25 Jahren Professor der klassischen Philologie in Basel. Er war ein genialer Denker, Meister der Sprache und begabter Musiker und Komponist. Sein Leben war bestimmt von problematischen Beziehungen, etwa zu Richard Wagner oder Lou Andreas-Salomé, und endete in der bedrückenden Einsamkeit des Wahnsinns.

Andreas Urs Sommer, geb. 1972, Studium der Philosophie, Kirchen- und Dogmengeschichte und Deutschen Literaturwissenschaft in Basel, Göttingen und Freiburg im Breisgau, Lizentiat 1995, Promotion 1998 an der Universität Basel, 1998/99 Visiting Research Fellow an der Princeton University, 2000-2006 Wissenschaftlicher Assistent am Philosophischen Institut der Universität Greifswald, Visiting Fellow an der School for Advanced Study der University of London, Habilitation 2004 an der Universität Greifswald, Lehrstuhlvertretung an der Universität Mannheim, seit 2008 Wissenschaftlicher Kommentator der Werke Nietzsches an der Forschungsstelle Nietzsche-Kommentar der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, umhabilitiert an das Philosophische Seminar der Universität Freiburg.



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