Bild vergrössern
Von Parin, Paul
Psychosozial-Verlag, Neuaufl. 2006. 581 S. m. 16 Fotos. 21 cm, Kartoniert
ISBN: 978-3-89806-462-0
39,00 €
Diesen Artikel liefern wir innerhalb Deutschlands versandkostenfrei. Preis incl. MwSt.
Zum Wunschzettel hinzufügen
Die Agni sind ein Urwaldvolk an der Elfenbeinküste. Das alte Kriegervolk produziert heute Kaffee für den Weltmarkt mit Hilfe von Gastarbeitern. 1966 besuchten Paul Parin, Fritz Morgenthaler und Goldy Parin-Matthèy das Volk der Agni und fassten ihre Erfahrungen und Studien in diesem Werk zusammen. Ausgehend von dem Leben sowie den bewussten und unbewussten Konflikten einer psychoanalytisch untersuchten Einzelperson des Kollektivs wird jeweils eine bestimmte gesellschaftliche Institution oder ein konkreter Lebensbereich dieses Volkes in den Blickpunkt gerückt, wie Religion, Recht, Kindererziehung, Sexualität, Ehe etc. Die Autoren eröffnen damit faszinierende Einblicke in die soziale Organisation und Gesellschaftsordnung dieses für uns fremden Volkes.
Paul Parin, geboren 1916, ist in Slowenien aufgewachsen. 1942 promovierte er in Zürich in Medizin. Seit 1952 praktiziert er als Psychoanalytiker in Zürich. Mit Fritz Morgenthaler gilt er als der Begründer der Ethnopsychoanalyse. Zahlreiche ethnopsychoanalytische Forschungsreisen nach Afrika und nachfolgende Publikationen "Die Weißen denken zuviel", "Fürchte deinen Nächsten wie dich selbst", "Zu viele Teufel im Land" zusammen mit Fritz Morgenthaler und seiner Frau Goldy. Weiterhin erschien von ihm das Buch "Das Faschismus-Syndrom", das ihm zum 80. und Goldy zum 85. Geburtstag gewidmet ist. 1992 wurde Paul Parin mit dem Erich-Fried-Preis ausgezeichnet.
Fritz Morgenthaler, geboren 1919, war Arzt, Psychoanalytiker, Ethnologe und Künstler. Er unternahm mit Goldy Parin-Matthey und Paul Parin ausgedehnte Forschungsreisen und begründete mit ihnen die Ethnopsychoanalyse. Er starb 1984 während eines Aufenthalts in Äthiopien.
Goldy Parin-Matthey, geboren 1911, ging 1937 nach Spanien, um gegen Franco zu kämpfen und 1944 mit Paul Parin nach Jugoslawien, um auf der Seite der Partisanen medizinische Zentren aufzubauen. Nach dem Krieg absolvierte sie eine psychoanalytische Ausbildung in Zürich. Dort praktizierte sie bis zu ihrem Tod am 25. April 1997 als Psychoanalytikerin.
Empfehlen Sie diesen Artikel per E-Mail weiter.