Mutters Agenda, Bd. 9

1968

Von Satprem

Aurinia Verlag, 2005. 391 S., Paperback

ISBN: 978-3-937392-29-5

19,50 €

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Dieses Jahr durchlief ein Feuer die Welt, von Warschau bis Columbia, Nanterre und Alexandrien: "Es gibt lange Zeiträume, in denen sich die Dinge vorbereiten, und dann ein Augenblick, wo etwas geschieht, und dieses 'Etwas' wird der Welt eine neue Entwicklung bringen. Wie der Augenblick, als der Mensch auf der Erde erschien - nun handelt es sich um ein anderes Wesen." Es ist die zweite Wende in Mutters Yoga, sie wird neunzig, gerade wurde Auroville gegründet: "Ein Zentrum beschleunigter Evolution." Die Morde an Martin Luther King und Senator Robert Kennedy; Russland dringt in die Tschechoslowakei ein - was geschieht? "Ich habe den sehr starken Eindruck, dass 'man' uns etwas wie das Geheimnis der Funktionsweise beibringen will. Die ganze Zeit wird uns vor Augen geführt, daß das Verfahren, das wir uns vorstellen, falsch ist, der Wirklichkeit nicht entspricht, und man möchte uns das wahre Verfahren der Manifestation finden und entdecken lassen - aber indem wir es leben. "Als wäre die Erde in ein Goldfischglas gesperrt, die Gefangene einer 'falschen Materie': "Das liegt wie ein Gewebe über der gesamten Erde, und jetzt bringt man dem Körper bei, aus diesem Netz zu treten ... Nach und nach entzieht sich das Bewusstsein der Zellen diesem Wirkungsbereich." Und plötzlich auf der anderen Seite: "Noch nie in meinem Leben sah oder fühlte ich etwas so Schönes!... Die wunderbarsten Stunden, die man auf Erden haben kann - warum suchen sie alle in den Höhen, was doch hier liegt!" Das kurze Wunder von 1968 wurde scheinbar wieder unterspült, als die Wände des Goldfischglases in jedem Land, jedem Kontinent, jedem menschlichen Wissenszweig langsam aber unaufhaltsam Risse bekamen. "Nach der Vergangenheit zu schliessen, wäre ein ungeheurer Zeitaufwand notwendig, bis alles bereit ist, sich zu verändern. Dennoch ist es beinahe wie ein Versprechen, daß eine abrupte Veränderung stattfinden wird." Könnte es sein, daß eines Morgens eine letzte Drehung der Schraube der Umstände uns in ein neues Bewusstsein katapultiert?

Über den Autor:

Satprem wurde 1923 in Paris geboren. Den Großteil seiner Kindheit verbrachte er auf Segelfahrten vor der bretonischen Küste. Mit zwanzig wurde er wegen Widerstandsaktivitäten von der Gestapo verhaftet und verbrachte anderthalb Jahre in deutschen Konzentrationslagern. Körperlich und seelisch zutiefst erschüttert, reiste er nach seiner Befreiung zunächst nach Indien, um einen Posten in der französischen Kolonialregierung in Pondicherry anzutreten. Dort begegnete er Der Mutter und Sri Aurobindo, der verkündet hatte: "Der Mensch ist ein Übergangswesen".
Er verließ daraufhin seinen Posten und begab sich auf eine Reihe von Abenteuern, die ihn nach Guayana, Brasilien und Afrika führten, bevor er 1953 nach Indien zurückkehrte. Er wanderte als Sannyasin durchs Land, wurde in den Tantrismus eingeweiht, bis er sich schließlich dem Werk von Mutter und Sri Aurobindo widmete. Als Mutters Vertrauter zeichnete er siebzehn Jahre lang ihre Erfahrungen auf und dokumentierte ihre Suche nach einer Veränderung im Programm der Zellen, die zu einer anderen Sicht des Todes führte. 1977, vier Jahre nach Mutters Tod, gründete er in Paris das Institut de Recherches Évolutives, um die vollständige Veröffentlichung der Agenda sicherzustellen.



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