Mythos Heiliger Gral

Auf Spurensuche in Südfrankreich mit André Douzet

Tellus-Film, DVD, Spiellänge: 88 Minuten (inklusive Bonus), deutsch, englisch, französis

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Gemeinsam mit einer angesehenen Forschergruppe geht diese Dokumentation der Suche nach dem Gral in Frankreich auf den Grund, zeigt die wichtigsten historischen Stationen und kommt zu einem überraschenden Ergebnis: Befindet sich das Grab des ersten Gralshüters im Süden Frankreichs? Und hat er dort auch den Gral zurückgelassen?

Die Filmemacher begeben sich auf eine spannende Spurensuche in Südfrankreich. Sie besuchen als eines der ersten Film-Teams die Gralshˆhlen bei Vicdessos und zeigen faszinierende Bilder der Festung von MontsÈgur, in der die Gemeinschaft der Katharer ihr grausames Ende fand. Sie erfahren, warum durch die SS unter Heinrich Himmler ein ganzes Dorf verlegt werden sollte, um ein Bauvorhaben unglaublichen Ausmaßes zu verwirklichen..

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Inhalt

In der französischen Gralsforschung hat Dan Brown eine seiner wichtigen Quellen für den Roman "Sakrileg" gefunden. Gemeinsam mit einer angesehen Forschergruppe geht diese Dokumentation der Suche nach dem Gral in Frankreich auf den Grund, zeigt die wichtigsten historischen Stationen und kommt zu einem überraschenden Ergebnis: Befindet sich das Grab des ersten Gralshüters im Süden Frankreichs? Und hat er dort auch den Gral zurück gelassen?

Zu dieser Erkenntnis gelangen angesehene französische Forscherorganisationen. Seit 40 Jahren sind die Forscher unterwegs auf den Spuren der Gralslegende in Südfrankreich. Dabei haben sie das Leben der Katharer, eine Glaubensgemeinschaft des Mittelalters, die gemeinhin als „Hüter des Grals“ galten, ebenso erforscht, wie das mysteriöse Leben des Abbé Sauniére, der Ende des 19.Jahrhunderts auf das Geheimnis des Grals gestoßen sein und dadurch zu einem reichen Mann geworden sein soll. In der Dokumentation „Mythos Heiliger Gral“, produziert von der baden-württembergischen „tellus film GmbH“, erklärt André Douzet, wie die Forscher zu dieser Erkenntnis gelangt sind und legt faszinierende Beweise für ihre Theorien vor.

Wir schreiben die Zeit zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg. Ein junger Gralsforscher aus Deutschland sucht in Südfrankreich nach den Spuren des „Heiligen Gral“. Sein Name ist Otto Rahn. Rahn interessierte sich vor allem für das Leben der „Gralshüter“ Katharer, eine religiöse Glaubensgemeinschaft des Mittelalters, die ihren Mittelpunkt in Südfrankreich hatte. Die Katharer wurden im 13.Jahrhundert von der römisch-katholischen Kirche im einzigen Kreuzzug der Geschichte, den Christen gegen Christen führten, verfolgt und ausgerottet. „Kreuzzug gegen den Gral“ nannte Rahn sein erstes Buch über die Katharer und deren Verfolgung. Das Buch wurde Anfang der 30er des letzten Jahrhunderts ein Bestseller. Unter anderem hatte der Gralsforscher die schwer zugänglichen Höhlen von Vicdessos aufgesucht, zu denen auch wir geführt wurden - als übrigens eines der ersten Kamerateams überhaupt.

Noch heute finden wir dort die verwitterten Reste einer Abbildung der Leidensgeschichte Christi, die von den Katharern stammen soll. Es ist ein alter Kultplatz, der schon weit früher genutzt wurde. Der Name eines Dorfes auf der anderen Seite des Tals von Vicdessos erinnert an die große Vergangenheit: Ourus. Er ist angelehnt an den Namen des ägyptischen Sonnengottes Horus. Es verwundert also nicht, dass nur zum Zeitpunkt der Sommersonnenwende die Strahlen der aufgehenden Sonne in einer direkten Linie auf das Abbild des Grals in der Höhle von Vicdessos fällt. Neben den klassischen Elementen der Passionsgeschichte, wie Kreuzen, Schwert und Tränen der Maria Magdalena finden wir in der Mitte des Bildes eine Art Sonne. Eine Reminiszenz an den frühen Sonnenkult?

Eine zentrale Rolle in der Geschichte der Gralssuche in Südfrankreich dürfte aber auch Bérenger Saunière zufallen. Zwischen 1885 und 1917 war er Pfarrer von Rennes-le-Château, ein eigentlich unscheinbares, kleines Dorf in den südfranzösischen Pyrenäen, das heutzutage tausende von Touristen und Schatzsuchern anzieht. Von dort soll auch Otto Rahn seine Informationen erhalten haben. Unumstritten ist, dass Saunière zu großem Reichtum gekommen ist und Kontakte zu esoterischen Zirkeln in Paris hatte. Unter anderem kannte der Priester den Komponisten Claude Debussy und die Opern-Diva Emma Calvé. Für einen Dorfpfarrer war das Ende des 19.Jahrhunderts mehr als ungewöhnlich. Jean-Francois Lhuilier, Bürgermeister von Rennes-le-Château: „Das ist kaum zu glauben. Es gibt leider kein Archiv, das uns sagen kann, wie er das geschafft hat.” Offiziell nimmt man an, dass Saunière in Rennes-le-Château auf ein großes Geheimnis gestoßen ist. Der Mythos vom „Heiligen Gral“ macht die Runde. Der Priester ließ sich eine Villa und einen Bibliotheksturm, sowie große Gärten erbauen und kaufte sich zahlreiche Ländereien in der Umgebung. Dass er sich bei seinen Bauten vornehmlich von Maria Magdalena inspirieren ließ, ist augenscheinlich. Das Rätsel um den Pfarrer von Rennes-le-Château ist heutzutage offiziell - trotz zahlreicher Erklärungsversuche - im Kern ungelöst. tellus Film hat nun Zugriff auf die neusten Erkenntnisse und Forschungsergebnisse. Dies wird auch Thema einer weiteren Produktion sein. Durch Saunières Schweigen über den Ursprung seines Reichtums setzte er bei einer Untersuchung durch das Bistum aber selbst sein Priesteramt aufs Spiel - und verlor es durch den „suspens ad divinis“. Mittlerweile gilt als bewiesen, dass der Priester „schwarze Messen“ gelesen und sich dafür hat gut bezahlen lassen. Sein üppiger Lebensstil wäre allein damit aber nicht finanzierbar gewesen. Was war es also dann, das Saunière seinen Reichtum beschert hat? Vielleicht kann ein Landschaftsmodell aus der Hinterlassenschaft des Priesters Licht in das Dunkel des Rätsels bringen. Die Forscher sind jedenfalls davon überzeugt. Die in Aix-en-Provence angefertigte „Maquette“ sah Saunière schließlich als sein Vermächtnis an. Sie zeigt eine Landschaft. Eingezeichnet ist unter anderem das „Grab von Josef von Arimathäa“. Dieser stammte aus dem Umfeld von Jesus Christus und war den Legenden zufolge der erste Hüter des Heiligen Gral. Er soll, ähnlich wie Maria Magdalena, nach der Kreuzigung Christi nach Gallien gekommen sein, also ins heutige Südfrankreich. Starb er dort – und: nahm er den Gral mit in sein Grab? Was geschah mit dem sagenumwobenen „Kelch des Schicksals“? Merkwürdigerweise wird das auf der Maquette abgebildete Stück Land auch in einer notariellen Auflistung aus dem Jahr 1632 erwähnt. Sie ist von entscheidender Bedeutung. Es handelt sich hierbei um eine Zusammenstellung aller Besitztümer der Herren von Perillos, die der bedeutende königliche Notar Bernard Courtade angefertigt hat. Darin wird auch von einem „königlichen Grab“ gesprochen. Courtade vermerkt: Das Land selbst gehöre niemandem, also weder der französischen, noch der spanischen Krone. Es war verboten, dort zu jagen oder etwas von diesem Stück Land mitzunehmen. Wem genau jenes „königliche Grab“ zugesprochen werden muss, wird aus der Aufstellung nicht ersichtlich. Die Rede ist nur von einer bedeutenden Persönlichkeit. Ist es tatsächlich Josef von Arimathäa, wie es die Maquette vermuten lässt? Die Dokumentation „Mythos Heiliger Gral - Auf Spurensuche in Südfrankreich“ geht dieser Frage nach, indem sie gemeinsam mit den Forschern die Spuren des Grals im Süden Frankreichs verfolgt und dabei zum Teil kaum bekannte Orte aufsucht. Zu sehen sind faszinierende Bilder unter anderem der Burg Montségur, die der deutsche Gralsforscher Otto Rahn zunächst als Gralsburg der Katharer identifiziert hat. Dazu filmte das Team in den schwer zugänglichen Gralshöhlen bei Vicdessos, in Rennes-le-Château und Perillos. Letzteres ist ein verlassenes Dorf, das die in Wolfram von Eschenbachs Epos „Parsival“ beschriebene Gralsburg „Munsalvaesche“ sein könnte, ist es doch das weite Land von Perillos – auch bekannt als „Terresalvaesche“ - auf dem sich das vermeintliche Grab von Josef von Arimathäa befindet. Ergänzt wird die DVD mit einem Booklet, das die wichtigsten Informationen der Geschichte noch einmal zusammenfasst, sowie durch umfangreiches Bonus-Material, in dem die einzelnen Stationen des Films, detaillierter beleuchtet werden.



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