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Von Peters, Christoph
Btb;Goldmann, 2006. 317 S. 22 cm, Gebunden
ISBN: 978-3-442-75129-7
19,95 €
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Verstehen, nicht verurteilen:Eine Reise in das Herz des FundamentalismusÄgypten 1993: Im Gefolge einer Serie fundamentalistischer Attentate, die seit Jahren das Land erschüttern, versucht eine kleine Gruppe islamischer Terroristen, einen blutigen Anschlag auf den Tempel von Luxor zu verüben. Unter ihnen: der junge Deutsche Jochen Sawatzky, der zum Islam konvertiert ist und sich dem bewaffneten Kampf gegen die Ungläubigen angeschlossen hat. Doch als die Attentäter den Nil überqueren, geraten sie in einen Hinterhalt von Polizei und Militär. Nur wenige überleben, darunter Sawatzky.Mit dem Fall betraut wird Claus Cismar, der deutsche Botschafter in Ägypten. Cismar, der in jungen Jahren selbst politisch radikale Ideen verfolgte und zum Sympathisantenkreis der RAF gehörte, versucht in langen Gesprächen mit Sawatzky hinter die Motive von dessen Tat zu gelangen. Je länger die Gespräche freilich dauern, desto mehr zeigt sich, dass nicht nur Sawatzkys Motive, sondern auch Cismars persönliche Werte und sein eigener Lebensentwurf auf dem Prüfstand stehen. Denn der Fall Sawatzky stellt den Botschafter vor die unangenehme Frage, wie sehr er die Ideale seiner Jugend im Interesse seiner Karriere verraten hat. Und wie sehr er selbst Teil des Systems geworden ist, das er früher gehasst hat.»Was mich fasziniert, ist der Gedanke, daß etwas Geistiges eine derartige Kraft haben kann, daß man dafür sein Leben opfert und gegebenenfalls auch dafür tötet.« Christoph Peters
Christoph Peters wurde 1966 in Kalkar (Niederrhein) geboren. Er hat von 1988 bis 1994 in Karlsruhe Malerei studiert. 1999 erschien sein Romandebüt 'Stadt Land Fluß', für das er u.a. den aspekte-Literaturpreis erhielt. 2001 veröffentlichte er den Erzählband 'Kommen und gehen, manchmal bleiben', 2003 den Roman 'Das Tuch aus Nacht', für den er mit dem d.-lit.-Preis ausgezeichnet wurde. Christoph Peters lebt heute in Berlin.